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Veröffentlicht am

31.7.2024

3 Tipps für effektives Lernen: Lernen, wie man effektiver lernt

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Jannik Weichert

Managing Director

Kategorie:

Learning Hub

Lesezeit

20

Minuten
Kind liest ein Buch vor Sonnenuntergang als Symbol für effektives Lernen

Lernen ist ein entscheidender Skill, der dir in vielen Bereichen des Lebens zum Erfolg verhelfen kann. Ob du nun versuchst, beruflich voranzukommen oder dir einfach nur neues Wissen und Skills anzueignen, effektives Lernen ist unerlässlich. Um effizient zu sein, gibt es mehrere Schritte, die du unternehmen kannst, um effektiver zu lernen und dich für den Erfolg zu rüsten. Wenn du die in diesem Artikel beschriebenen Schritte zum Lernen befolgst, kannst du deine Fähigkeit verbessern, neue Informationen schneller zu lernen und zu behalten.

Was sind die 3 Tipps für effektiveres Lernen?

Effektiver lernst du, wenn du drei Dinge zusammenbringst: die richtigen Inhalte in der richtigen Reihenfolge, die Disziplin, tatsächlich anzufangen und dranzubleiben, sowie Techniken, die deinen Lernerfolg pro investierter Stunde erhöhen. Hier sind die drei Tipps im Überblick:

  1. Die richtigen Dinge lernen
  2. Sicherstellen, dass du tatsächlich lernst
  3. Effektiv lernen

Tipp 1: Die richtigen Dinge lernen

Wie stellst du sicher, dass du die richtigen Dinge lernst? Wie behandelst du die richtigen Themen und Skills in der richtigen Reihenfolge? Womit fängst du an, was lässt du weg?

Die Antwort: Du musst lernen, Skills zu dekonstruieren und zu isolieren.

Was heißt das? Ein Skill besteht aus einer großen Menge kleinerer Skills, die wir atomare Skills nennen und von denen viele miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Viele Fähigkeiten beherrschst du also erst, wenn du die dafür nötigen atomaren Skills vorher beherrschst.

Dieses Problem kennst du zum Beispiel aus dem Mathematikunterricht: Mathematische Themen bauen stark aufeinander auf, und wer eine Stufe überspringt, bleibt schnell hängen. Das gilt auch in vielen anderen Fächern, immer dann, wenn Skills aufeinander aufbauen und sich nicht isoliert lernen lassen.

Je nach Skill wirken sich atomare Skills unterschiedlich stark auf deinen Beherrschungsgrad aus. Im Spitzensport galt lange die Devise, sich nicht an den einfachen Dingen aufzuhalten, sondern die Grundlagen zu perfektionieren, weil genau das oft der größte Hebel ist, um einen Skill wirklich zu beherrschen.

Atomare Skills, die du bei der täglichen Arbeit besonders häufig brauchst, solltest du perfektionieren.

Was im Fußball das einfache Passspiel und die Kondition sind, können im Bereich des maschinellen Lernens die statistischen Grundlagen und Programmierkenntnisse in Python sein. Zu oft sehen wir Lernende, die im Prozess verzweifeln, weil sie sich zu früh mit fortgeschrittenen Konzepten beschäftigen, deren Grundlagen sie noch nicht beherrschen, oder die zwar spannend, aber nicht zu den wichtigsten atomaren Skills gehören.

Genau deshalb legen wir bei edyoucated bei der Personalisierung unserer Lernpfade so viel Wert auf die Dekonstruktion einer Fähigkeit. Wir zerlegen Fertigkeiten und bestimmen die ideale Abfolge der zu erlernenden atomaren Skills. Unsere Expertinnen und Experten finden in kürzester Zeit das passende Material dafür. Mit anderen Worten: Wir entwerfen den optimalen Lernpfad, damit du die richtigen Fähigkeiten in der richtigen Reihenfolge lernst.

Tipp 2: Stelle sicher, dass du tatsächlich lernst

Hinsetzen, anfangen, durchziehen, fertig. So einfach, so gut. Die Realität sieht oft anders aus. Wir Menschen sind Meister darin, genau das Gegenteil zu tun: Wir lassen uns ablenken und geben kurzfristig anderen Dingen den Vorrang.

Wenn du es nicht schaffst, tatsächlich zu lernen, liegt das meist an einem von zwei Gründen:

  1. Du hast nicht angefangen, du prokrastinierst.
  2. Du hast aufgehört, du warst abgelenkt.

Um wirklich zu lernen, musst du Aufschieben und Ablenkung minimieren. Bevor wir uns konkrete Techniken ansehen, lohnt sich ein Schritt zurück: Warum fällt uns das Aufschieben und Ablenken überhaupt so leicht?

Dafür gibt es viele Gründe. Einer der wichtigsten: Lernen ist ein Prozess mit verzögerter Belohnung, also "delayed gratification". Ähnlich wie bei Sport oder gesunder Ernährung.

Verzögerte Belohnung ist ein psychologischer Begriff und bedeutet, dass die Belohnung für ein Verhalten nicht sofort, sondern erst später eintritt. Lernen ist im ersten Moment oft kompliziert, vieles erschließt sich nicht direkt, und du musst Dinge wiederholen, damit sie sich festigen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Vorteil des Gelernten oft erst zeigt, nachdem mehrere atomare Skills zusammengekommen sind.

Das Gleiche gilt für den Gang ins Fitnessstudio. Stellst du dich vor und nach dem Training vor den Spiegel, siehst du keine großen Veränderungen. Die positiven Effekte werden erst in der Zukunft und bei regelmäßiger Wiederholung sichtbar. Für uns ist das ein Problem, weil wir ohnehin viel Motivation brauchen. Und im Alltag begegnen uns viele Dinge, die keine verzögerte, sondern eine direkte Belohnung im Gehirn auslösen: das Smartphone, Schokolade oder die abendliche Serie auf der Couch.

Auch andere Aktivitäten vermitteln uns ein Gefühl der Dringlichkeit. Wenn ein Abgabetermin näher rückt oder es stressig wird, lassen wir fast immer zuerst die Dinge fallen, deren Belohnung in der Zukunft liegt.

Grafik der Personencodierung

Aber was kannst du dagegen tun? Wie stellst du sicher, dass du tatsächlich anfängst zu lernen?

Du musst die Prokrastination verhindern. Dafür gibt es verschiedene Techniken, und du musst für dich selbst herausfinden, welche am besten funktioniert. Im Folgenden stellen wir dir sechs Techniken vor, mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben.

1. Die 2-Minuten-Regel

Damit du loslegst, nimm dir vor, mindestens zwei Minuten zu lernen. Oft fehlt die Motivation oder die Zeit für eine ganze Stunde, und du willst das Lernen wieder aufschieben. Wenn du dir aber mindestens zwei Minuten Zeit nimmst, hast du keine mentale Ausrede mehr. Zwei Minuten hat jeder, egal wie beschäftigt. Häufig werden aus den anfänglichen zwei Minuten mehr, sobald du die erste Hürde des Anfangens überwunden hast.

2. Passe deine Umgebung an

Je einfacher du dir den Einstieg machst, desto eher fängst du an. Das heißt: Lernutensilien in Reichweite legen. Willst du mehr Zeit mit einem bestimmten Sachbuch verbringen? Stell es direkt auf deinen Schreibtisch, wo du es jeden Tag siehst. Willst du den Online-Kurs wirklich beenden? Richte ihn als Startseite deines Browsers ein. Je schwieriger der Einstieg, desto eher schiebst du auf. Dasselbe Prinzip funktioniert übrigens auch, um negative Aktivitäten zu vermeiden. Möchtest du weniger Zeit vor der Konsole verbringen? Statt den Controller auf den Wohnzimmertisch zu legen, pack die Konsole in den Schrank.

3. Erzeuge externe Verbindlichkeit

Wenn du jemandem versprichst, etwas zu tun, steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass du es auch tust. Du kannst zum Beispiel eine Lerngruppe finden oder einem Freund sagen, dass du ein bestimmtes Lernziel bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichen willst. Schon die Ankündigung eines solchen Ziels macht sich bemerkbar.

Für viele ist der Anfang aber nicht das einzige oder größte Problem. Wahrscheinlich kennst du das Gefühl, den ganzen Tag scheinbar fleißig gewesen zu sein und am Ende doch nicht so viel geschafft zu haben, wie du dir vorgenommen hattest. Der häufigste Grund: Wir lassen uns während der eigentlichen Arbeit ablenken.

Welche Tipps und Tricks helfen, Ablenkungen beim Lernen zu minimieren? Auch hier nennen wir dir drei Techniken, mit denen wir sehr gute Ergebnisse erzielt haben.

4. Nutze "Bitte nicht stören"

Der einfachste und wahrscheinlich wirksamste Trick ist, äußere Ablenkungen zu minimieren. Mögliche Ablenkungen tauchen an vielen Stellen auf: Das Smartphone blinkt, ein Anruf kommt rein, eine Kollegin braucht etwas, oder die Kinder wollen im Homeoffice mit dir spielen. Vieles davon kannst du berufsbedingt nicht abschalten, vor allem wenn Ad-hoc-Support zu deiner Arbeit gehört, etwa als IT-Administrator oder im Vertrieb. Trotzdem solltest du Ablenkungen so weit wie möglich einschränken. Ein paar Beispiele:

  • Stell dein Smartphone auf "Bitte nicht stören" oder, noch besser, in einen anderen Raum.
  • Sperr deine Lieblingswebsite auf dem Desktop für eine begrenzte Zeit mit Tools wie StayFocusd, Freedom oder einem Website-Blocker.
  • Richte einen separaten Raum für kognitiv anstrengende Tätigkeiten ein. Besonders im Großraumbüro ist konzentriertes Arbeiten schwierig, wenn viele gleichzeitig reden.

5. Minimiere störende Geräusche

Neben visuellen Ablenkungen ist Lärm einer der wichtigsten Faktoren. Wenn dein Arbeitsumfeld es zulässt, eine Zeit lang ungestört zu arbeiten, helfen dir Kopfhörer beim Lernen und Konzentrieren, vorzugsweise mit aktiver Geräuschunterdrückung, oder die guten alten Ohrstöpsel. Bei edyoucated haben wir zum Beispiel die Regel, niemanden zu stören, der Kopfhörer trägt, weil diese Person sich in einer konzentrierten Lern- oder Arbeitsphase befinden könnte, es sei denn, es ist extrem wichtig. Die Kopfhörer sind ein klares Zeichen für konzentriertes Arbeiten und die Bitte, nicht abgelenkt zu werden.

6. Erhöhe deinen Fokus

Oft lässt sich Ablenkung nicht vermeiden. Für viele von uns ist es schlicht unmöglich, sich völlig abzuschotten, weil wir Anrufe annehmen müssen oder kleine Kinder zu Hause haben. Wir haben festgestellt, dass regelmäßige Meditation und Konzentrationsmusik helfen können, die Zeit nach einer Ablenkung deutlich zu verkürzen. Du lernst also, nach einer Unterbrechung schneller wieder in den Fokus zu kommen. Für die Meditation gibt es inzwischen eine Reihe guter Programme, die Favoriten unseres Teams: Headspace, Calm und Waking Up.

Tipp 3: Effektiv lernen

Wenn du es schaffst, regelmäßig die richtigen Dinge zu lernen, erreichst du den dritten Bereich der Lernoptimierung: die Lerneffektivität. Was heißt das? Es geht um die Frage, wie du den Lernerfolg pro investierter Lernzeit maximierst. Denk daran: Lernerfolg ist ein sehr allgemeiner Begriff und bedeutet je nach Ziel etwas anderes, ob du Konzepte verstehen, Projekte umsetzen oder Vokabeln auswendig lernen willst. Einfach gesagt: Wie lernst, behältst und nutzt du in kürzerer Zeit mehr?

Grafik einer Person, die lernt

Auch hier gibt es Techniken, die dir als Lernendem helfen. Drei davon lassen sich auf fast alle komplexen Lernthemen anwenden, und wir stellen sie dir im Folgenden kurz vor.

1. Die Feynman-Technik

Diese Technik geht auf den Physiker und Nobelpreisträger Richard Feynman zurück und beschreibt ein Verfahren, mit dem du neue Themen besser verstehst.

Schritt 1: Beschreibe das Gelernte, als würdest du es einem Kind erklären. Schreib das Konzept oder Problem, das du verstehen willst, oben auf ein Blatt Papier. Direkt darunter erläuterst du die Idee so, wie du sie einer anderen Person erklären würdest. Nutze anschauliche Beispiele, Analogien und Visualisierungen. Wenn du eine Idee von Anfang bis Ende in einfacher Sprache beschreibst, die ein Kind versteht, zwingt dich das, das Konzept tiefer zu durchdringen. Dabei merkst du, an welchen Stellen es ohne Fachvokabular schwierig wird oder wo grundlegende Verständnisprobleme liegen. Genau dort sind die Lücken, und genau dort setzt Schritt 2 an.

Schritt 2: Überprüfe das unklare Thema. Jetzt, wo du weißt, wo noch Lücken sind, gehst du zurück zum Lernstoff und arbeitest ihn erneut durch, bis du ihn mit einfachen Worten erklären kannst. Denn erst wenn du ohne Fachbegriffe in einfacher Sprache erklären kannst, hast du das Thema wirklich verstanden. Lässt du diesen Schritt aus, glaubst du oft, etwas verstanden zu haben, obwohl das nicht stimmt. Das ist die sogenannte "Wissensillusion". Das Phänomen wurde von den Kognitionsforschern Leonid Rozenblit und Frank Keil im Jahr 2002 als "Illusion of Explanatory Depth" beschrieben und durch das Buch "The Knowledge Illusion" von Steven Sloman und Philip Fernbach (2017) einem breiten Publikum bekannt. Es beschreibt die subjektive Einschätzung, mehr zu wissen, als man tatsächlich weiß.

Schritt 3: Erklär es einer Person, die wenig von dem Thema versteht. Wenn diese Person den Inhalt nachvollziehen kann, ist das ein gutes Zeichen, dass du wirklich verstanden hast, was du gelernt hast. Bleiben Unklarheiten, geh zurück zu Schritt 2.

2. Aktiver Abruf (Active Recall)

Beim Active Recall rufst du Informationen aktiv aus dem Gedächtnis ab, indem du dich in jeder Phase des Lernprozesses selbst prüfst. Dieses aktive Abrufen verbessert deine Fähigkeit, Informationen zu behalten, spürbar. Es entsteht ein Feedback-Mechanismus, der dir zurückmeldet, ob du etwas tatsächlich verstanden und behalten hast. Indem du dich selbst testest, stellst du sicher, dass du nicht in die Wissensillusion verfällst und glaubst, etwas verstanden zu haben, obwohl das nicht stimmt.

Es gibt verschiedene Wege, Active Recall zu nutzen. Wenn du viel mit Sachbüchern lernst, kann es helfen, das Buch am Ende eines Kapitels kurz zu schließen und dich zu fragen, was du von den letzten Seiten mitgenommen hast. Allzu oft ist das nicht viel, und das liegt nicht am Inhalt des Buches. Beim Lernen mit Online-Kursen hat sich eine Methode bewährt, die auf dem "Cornell Note-Taking" basiert. Dabei überlegst du dir während des Lernens Fragen, die du in einem hypothetischen Quiz erwarten würdest, schreibst die Antworten aber nicht auf, sondern notierst dir die entsprechenden Stellen im Lernmaterial. So kannst du dich auch nach den Lernvideos weiter testen und weißt im Zweifel, wo du weitere Informationen findest. Wichtig: Widersteh dem Drang, zu allem eine Frage zu formulieren. Konzentrier dich auf die wesentlichen Konzepte, Ideen und Inhalte, nicht auf unwichtige Details.

Du fragst dich vielleicht, warum wir nicht empfehlen, die Antworten direkt aufzuschreiben. Unserer Erfahrung nach verlangsamt das die Bearbeitung der Lernvideos zu stark und bringt keinen Vorteil für die Lerneffektivität.

3. Verteiltes Wiederholen (Spaced Repetition)

Zum Schluss unser Geheimtipp, wenn es um den Transfer des Gelernten ins Langzeitgedächtnis geht. Beim verteilten Wiederholen schaust du dir die Lernthemen in größer werdenden Abständen über einen längeren Zeitraum immer wieder an und prüfst aktiv, ob du das Gelernte noch abrufen kannst. Diese Technik eignet sich besonders für faktenbasiertes Lernen wie Vokabeln, hilft aber auch beim langfristigen Verständnis von Konzepten und Ideen. Hintergrund ist die "Vergessenskurve": Je seltener du Inhalte wiederholst, desto mehr vergisst du mit der Zeit. Umgekehrt bleiben Inhalte, die du über einen längeren Zeitraum verteilt lernst, besser in Erinnerung als solche, die du in kurzer Zeit intensiv paukst. Beim verteilten Wiederholen kommt es deshalb darauf an, die Abstände zwischen den Wiederholungen mit der Zeit zu vergrößern.

Wenn du tiefer einsteigen willst, hilft dir unser Leitfaden dazu, einen Lernplan zu erstellen, der genau solche Wiederholungsintervalle berücksichtigt. Und wer beim Dranbleiben Unterstützung sucht, findet konkrete Ansätze, um die Lernmotivation zu steigern.

Starte jetzt deine Lernreise im Unternehmen

Wenn du diese drei Tipps befolgst und die hier vorgestellten Techniken anwendest, wirst du deine Lerneffizienz spürbar steigern. Sobald du gelernt hast, wie du lernst, willst du diese Fähigkeiten vielleicht im Unternehmen anwenden. Genau dabei hilft strukturiertes E-Learning: vom Verständnis für kontinuierliches Lernen bis zur Umsetzung wirksamer Lernstrategien. Wie du dort konkret startest, zeigt dir unser Leitfaden für E-Learning im Unternehmen. Worauf wartest du? Beginne deine Lernreise noch heute.

Häufige Fragen zu effektivem Lernen

Wie lernt man am effektivsten?

Am effektivsten lernst du, wenn du drei Hebel kombinierst: Du lernst die richtigen Inhalte in der richtigen Reihenfolge, du sorgst dafür, dass du tatsächlich anfängst und dranbleibst, und du nutzt bewährte Lerntechniken wie die Feynman-Technik, Active Recall und Spaced Repetition. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Stunden zu investieren, sondern den Lernerfolg pro investierter Stunde zu erhöhen.

Welche Lerntechniken sind wissenschaftlich am besten belegt?

Zu den am besten untersuchten Techniken zählen Active Recall (aktives Abrufen aus dem Gedächtnis) und Spaced Repetition (verteiltes Wiederholen in größer werdenden Abständen). Beide wirken dem Vergessen entgegen und festigen Wissen im Langzeitgedächtnis. Ergänzend hilft die Feynman-Technik, weil du beim Erklären in einfacher Sprache schnell merkst, wo dein Verständnis noch lückenhaft ist.

Wie kann ich aufhören zu prokrastinieren beim Lernen?

Senke die Hürde zum Anfangen und reduziere Ablenkungen. Die 2-Minuten-Regel hilft dir, überhaupt loszulegen, weil zwei Minuten jeder findet. Passe zusätzlich deine Umgebung an, leg Lernmaterial in Reichweite, schalte das Smartphone auf "Bitte nicht stören" und erzeuge externe Verbindlichkeit, indem du dein Lernziel jemandem ankündigst.

Warum fällt Lernen oft so schwer?

Lernen ist ein Prozess mit verzögerter Belohnung: Der Nutzen zeigt sich erst später und oft erst, wenn mehrere atomare Skills zusammenkommen. Gleichzeitig konkurriert das Lernen mit Aktivitäten, die sofort belohnen, etwa Smartphone oder Streaming. Wer das versteht, kann gezielt gegensteuern, indem er Ablenkungen reduziert und sich kleine, erreichbare Etappen setzt.

Was ist der Unterschied zwischen Active Recall und Spaced Repetition?

Active Recall beschreibt das aktive Abrufen von Wissen, etwa indem du dich selbst abfragst, statt nur erneut zu lesen. Spaced Repetition legt fest, wann du das tust, nämlich in immer größeren Abständen über einen längeren Zeitraum. Am wirksamsten sind beide Techniken in Kombination, oft in Form kurzer, regelmäßiger Lerneinheiten im Sinne von Microlearning.

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