Veröffentlicht am

25.7.2023

Welches LMS auswählen? Der komplette Guide für Einsteiger

Stephanie Neusser

Stephanie Neusser

Marketing Lead

Kategorie:

Learning Hub

Lesezeit

20

Minuten
LMS Guide für Einsteiger - das richtige LMS auswählen

Mit diesem Leitfaden rund um das Thema LMS wollen wir Ihnen aufzeigen, welche Vorteile die Nutzung eines LMS hat, worauf man bei der Auswahl achten sollte und welche Schritte man beachten sollte, um das LMS erfolgreich nutzen zu können. Die Grundlage jeder erfolgreichen Weiterentwicklungsmaßnahme in Ihrem Unternehmen: das Learning Management System, kurz LMS. Organisationen nutzen moderne Learning Management Systeme, um ihre Lernprozesse zu optimieren, Mitarbeiterzufriedenheit bei Schulungen zu erhöhen sowie die Effektivität von Weiterbildungsmaßnahmen durch eine bessere Lernerfahrung zu steigern. Ein gut konzipiertes LMS hilft Unternehmen dabei, den Lernprozess durch einfache Handhabung und Bereitstellung von Inhalten effizient und zeitsparend zu gestalten. Doch was versteckt sich hinter dem Begriff “LMS”? Was sollten Unternehmen bei der Auswahl und Implementierung eines LMS beachten und welche Unterschiede gibt es zwischen verschiedenen LMS Anbietern?

Was ist ein LMS?

Definition LMS: LMS steht kurz für Learning Management System. Ein LMS ist eine Softwareanwendung, die zur Verwaltung, Organisation und Bereitstellung von Lerninhalten und Kursen verwendet wird. Es dient als zentrale Plattform für die Organisation, Verwaltung und Durchführung von Schulungs- und Bildungsaktivitäten. 

Ein LMS ermöglicht eine effiziente Verwaltung und Bereitstellung von digitalen Lernangeboten, wodurch eine unübersichtliche Verwaltung mithilfe zahlreicher Excel Dateien hinfällig wird. Mit einem modernen LMS haben Unternehmen jederzeit einen Überblick über Lernerfolg in ihrem Unternehmen, da es umfangreiche Möglichkeiten zur Verfolgung und Analyse alles Lernaktivitäten bietet. Ein LMS stellt also die Basis für Weiterentwicklung in Unternehmen dar und fördert die Flexibilität des Lernens.

LMS vs. LXP - Was ist der Unterschied?

Der Markt der Lerntechnologielösungen wächst stetig. Neben klassischen LMS werden heutzutage häufig auch Learning Experience Plattformen (LXP) angeboten. Obwohl LMS und LXP oft in ihren Funktionen gleichgesetzt beziehungsweise verwechselt werden, stellen beide unterschiedliche Plattformen dar.

  • LMS
    Das LMS wird als Verwaltungsplattform genutzt, die Lern- und Schulungsinhalte aufnimmt, bereitstellt und verfolgt. Traditionell wird es von der L&D-Abteilung als organisatorisches Werkzeug zur Verwaltung der Lern- und Entwicklungsprozesse im Unternehmen eingesetzt und bietet Funktionen zur Erstellung und Verwaltung von Lerninhalten und Lernzielen sowie der Beobachtung des Lernfortschritts im Unternehmen. Zudem bieten sich im LMS Möglichkeiten zum Hochladen von Materialien, Kommunikation mit den Lernenden sowie der Verwaltung von Präsenz-, Online-Seminaren oder Pflichtschulungen.

Damit fokussiert sich ein LMS klassischerweise auf Administrator:innen oder L&D Manager:innen, während der Fokus einer LXP auf den Lernenden und der Lernerfahrung liegt.

  • LXP
    Eine Learning Experience Platform (LXP) ist eine lernerzentrierte Software, die personalisierte Lernerlebnisse schafft und Nutzern beim Entdecken neuer Lernmöglichkeiten hilft. Sie kombiniert Lerninhalte aus verschiedenen Quellen, nutzt (häufig) Empfehlungssysteme und stellt diese über verschiedene digitale Touchpoints wie Desktop- oder mobile Apps bereit. Zudem enthalten sie meist Gamification-Elemente wie Leaderboards, Punkte oder Badges, um die Motivation der Lernenden zu steigern.

Mehr zu den Unterschieden zwischen LMS & LXP lesen Sie hier

Traditionellerweise wurden LMS-Systeme hauptsächlich für Administrator:innen und Manager:innen konzipiert, während LXP-Systeme eher auf die Bedürfnisse der Lernenden abzielten. Diese Trennung brachte jedoch für Administrator:innen sowie Lernende einige Herausforderungen mit sich. Im Gegensatz zum klassischen LMS, welches auf reine Verwaltung von Lerninhalten abzielt, integrieren moderne LMS heutzutage auch häufig Elemente eines LXPs, um die Lernerfahrung zu verbessern und Engagement zu steigern. Sie bieten eine umfassende Lösung, indem sie LMS- und LXP-Funktionen auf einer Plattform vereinen.

Moderne LMS-Systeme kombinieren heute das klassische LMS mit dem LXP, um sowohl den Anforderungen der Verwalter:innen als auch der Lernenden gerecht zu werden. Dadurch können Administrator:innen, Manager:innen und Lernende gleichermaßen von den Vorteilen profitieren. Unternehmen haben somit die Möglichkeit, eine einheitliche Umgebung für die Online Weiterbildung anzubieten und eine nahtlose Lernerfahrung zu gewährleisten. 

Vorteile eines modernen LMS

Ein modernes LMS bietet Unternehmen eine Vielzahl an Vorteilen, die sowohl für Lernende als auch für Organisationen von großem Nutzen sind. Durch eine ansprechende Lernerfahrung durch das LMS kann die Lernaktivität im Unternehmen erhöht werden und das Lernen in der Organisation an Attraktivität gewinnen. Administrator:innen profitieren bei der Verwaltung von Lernaktivität von verringertem Aufwand und dem Einsatz von KI bei der Erstellung von Lerninhalten.

Weitere Vorteile eines modernen LMS:

  • Effektive Verwaltung von Lerninhalten und Kursen:
    Ein modernes LMS ermöglicht eine effiziente Verwaltung von Lerninhalten und Kursen. Es bietet Funktionen wie Seminarmanagement, die Organisation von Pflichtschulungen und die zentrale Speicherung von Kursmaterialien. Dadurch wird es einfacher, Inhalte zu erstellen, zu aktualisieren und den Lernenden zur Verfügung zu stellen.
  • Verfolgung des Lernfortschritts und der Leistung der Lernenden:
    Ein LMS bietet die Möglichkeit, den Lernfortschritt und die Leistung der Lernenden zu verfolgen. Es erfasst Daten wie abgeschlossene Lektionen, Testergebnisse sowie Lernzeiten. Diese Informationen ermöglichen es Unternehmen, den Fortschritt ihrer Lernenden zu beobachten, Interessen ihrer Mitarbeitenden zu erkennen, individuelles Feedback zu geben und bei Bedarf zusätzliche Unterstützung anzubieten.
  • Flexibles Lernen durch Online-Zugriff auf Kurse:
    Ein entscheidender Vorteil eines modernen LMS ist der Online-Zugriff auf Kurse. Lernende können von jedem Ort und zu jeder Zeit auf die Lerninhalte zugreifen. Dies ermöglicht flexibles Lernen, unabhängig von räumlichen und zeitlichen Einschränkungen. Lernende können ihren eigenen Lernrhythmus bestimmen und ihre Fortschritte an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen.
  • Skalierbarkeit:
    Ein LMS kann problemlos an die Anforderungen von Organisationen unterschiedlicher Größenordnungen angepasst werden. Egal, ob es um die Schulung eines kleinen Teams oder einer großen Belegschaft geht, ein LMS bietet die Flexibilität, die benötigt wird, um den Lernbedarf der gesamten Organisation abzudecken.
  • Personalisierte Lernerfahrung und individualisiertes Lernen:
    One-size-fits-all Lösungen gehören längst der Vergangenheit an. Ein modernes LMS kann Lernende durch die Verwendung von z.B. KI und datengesteuerten Ansätzen auf Basis ihrer individuellen Bedürfnisse und Lernstile unterstützen. Durch die Bereitstellung personalisierter Empfehlungen für Kurse und personalisierter Lernpfade, die sich automatisch an das Vorwissen Ihrer Lernenden anpassen, können Sie Lernen in Ihrer Organisation effektiver und ansprechender gestalten.

Die spezifischen Funktionen und Vorteile eines LMS hängen jedoch stark von der gewählten Plattform ab. Bei der Auswahl eines LMS ist es daher ratsam, die spezifischen Anforderungen Ihrer Organisation zu berücksichtigen und verschiedene Optionen zu vergleichen.

Wie Sie das richtige LMS für die Bedürfnisse Ihres Unternehmen finden

Die Auswahl des richtigen LMS ist ein essentieller Schritt, um die Lernbedürfnisse Ihrer Organisation optimal erfüllen zu können. Ein passendes LMS, welches sich Ihren Bedürfnissen auch über die Zeit hinweg flexibel anpasst, bietet Ihnen großartige Möglichkeiten, die Lernerfahrung und - administration in Ihrer Organisation zu optimieren. 

Folgende Schritte sollten Sie bei der Auswahl eines LMS beachten:

1. Anforderungen an ein LMS analysieren und verstehen

Beginnen Sie damit, die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Organisation zu analysieren. 

Beziehen Sie hier auch objektive Fakten wie Größe des Unternehmens und Anzahl der Nutzer:innen mit ein. Stellen Sie sich weiterhin Fragen zur Art der bereitgestellten Inhalte sowie gewünschten Eigenschaften und Funktionalitäten. Welche Art von Lerninhalten möchten Sie bereitstellen? Benötigen Sie Funktionen wie Pflichtschulungen, Seminarmanagement, personalisierte Lernpfade, etc.? Welche spezifischen Tools und Funktionen sind für Ihre Lernziele erforderlich? Möchten Sie im Unternehmen bestehende Tools mit dem LMS integrieren? Beziehen Sie zur Beantwortung dieser Fragen auch Lernende und andere Stakeholder im Unternehmen mit ein. Definieren Sie schließlich klare Anforderungen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

2. Wichtige Funktionalitäten und Features des LMS beachten

Vergleichen Sie verschiedene LMS-Optionen hinsichtlich der angebotenen Funktionalitäten und Features. Überprüfen Sie, ob das LMS die gewünschten Funktionen wie Kursverwaltung, Lernerfolgsverfolgung, Berichterstattung und Zusammenarbeit bietet. Stellen Sie sicher, dass das LMS Ihren Anforderungen gerecht wird und Möglichkeiten zur Erweiterung und Anpassung bietet. Tests zur Funktionalität und Usability des LMS sollten hier ebenfalls geschehen, um sicherzustellen, dass alle Funktionen des LMS einwandfrei funktionieren und die Benutzerfreundlichkeit gesichert ist.

Wir haben für Sie die wichtigsten Funktionalitäten und Features zusammengefasst, die jedes moderne LMS aus unserer Sicht beinhalten sollte:

  • Skalierbarkeit & flexible Anpassungsfähigkeit an Ihr Unternehmen
    Ein LMS sollte an die spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen des Unternehmens anpassbar sein und auch dessen Wachstum unterstützen, sowohl in Bezug auf die Anzahl der Benutzer:innen als auch auf die Lerninhalte. Es sollte die Möglichkeit bieten, das Erscheinungsbild, die Funktionen und den Inhalt an die Unternehmenskultur und -strategie anzupassen.
  • KI-basierte Funktionen
    KI-basierte Funktionen spielen besonders in der heutigen Zeit eine entscheidende Rolle bei einem modernen LMS. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz kann das LMS zum Beispiel intelligente Empfehlungen für Lerninhalte basierend auf den individuellen Bedürfnissen und dem Lernverhalten der Mitarbeitenden geben. Eine andere mögliche Funktion ist beispielsweise die Erstellung personalisierter Lernpfade. Diese KI-gesteuerten Features verbessern die Effizienz des Lernprozesses, fördern die individuelle Entwicklung und tragen zu einer personalisierten Lernerfahrung bei.
  • Personalisierungsoptionen für eine maßgeschneiderte Nutzung
    Jede:r Mitarbeitende hat unterschiedliche Lernpräferenzen und -bedürfnisse. Ein LMS sollte personalisierbare Funktionen bieten, um den individuellen Anforderungen gerecht zu werden. Dies umfasst zum Beispiel die Möglichkeit, Lerninhalte anzupassen, Lernpfade zu personalisieren oder Lernziele festzulegen. Personalisierung fördert die Motivation und das Engagement der Mitarbeitenden.
  • Unterstützung multimedialer Inhalte
    Die Unterstützung verschiedener Medienformate wie Texte, Bilder, Videos, Audiodateien oder interaktive Elemente ist wichtig, um verschiedene Lerntypen unter Ihren Mitarbeitenden anzusprechen und eine vielfältige Lernerfahrung zu bieten. Ein LMS sollte die Möglichkeit bieten, multimediale Inhalte hochzuladen, anzuzeigen und effektiv zu präsentieren.
  • Effektive Analyse, Berichterstellung und Datenerfassungsfunktionen
    Ein LMS sollte die Möglichkeit bieten, Daten über das Lernverhalten der Mitarbeitenden zu erfassen. Durch die Datenerfassung können Unternehmen Einblicke in die Lernpräferenzen, Stärken und Schwächen der Mitarbeitenden gewinnen. Diese Informationen ermöglichen es, personalisierte Lernwege zu gestalten, den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden und Lernprogramme kontinuierlich zu optimieren.
  • Nahtlose Integration in bestehende Systeme
    Ein LMS sollte in der Lage sein, sich nahtlos in die bestehende IT-Infrastruktur des Unternehmens zu integrieren. Es sollte Schnittstellen und APIs bieten, um Daten mit anderen Systemen wie HR-Software, CRM oder anderen Lernplattformen auszutauschen. Die Integrationsfähigkeit erleichtert die Zusammenarbeit und den Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen.
  • Leistungsstarke Cloud-Infrastruktur
    Ein cloud-basiertes LMS ist von überall und jederzeit über das Internet zugänglich und bietet Ihnen so Flexibilität und Skalierbarkeit. Es ermöglicht die einfache Verwaltung und Bereitstellung von Lerninhalten, ohne dass umfangreiche lokale Infrastrukturen erforderlich sind. Dies erleichtert zudem die Implementierung und Wartung des Systems.
  • Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz Ihrer Daten
    Stellen Sie sicher, dass das LMS angemessene Sicherheitsmaßnahmen wie Datenverschlüsselung, Zugriffskontrollen und regelmäßige Backups bietet. Überprüfen Sie auch die Datenschutzrichtlinien des LMS-Anbieters, um sicherzustellen, dass Ihre Daten geschützt sind und den geltenden Vorschriften entsprechen.
  • Kundensupport und zukünftige Updates
    Ein zuverlässiger Kundensupport ist wichtig, um bei Fragen oder technischen Problemen zeitnah Unterstützung zu erhalten. Informieren Sie sich über den angebotenen Kundensupport, ob es eine dedizierte Support-Hotline, einen E-Mail-Support oder eine Wissensdatenbank gibt. Zusätzlich ist es ratsam, Informationen über zukünftige Updates und die Entwicklung des LMS einzuholen. Stellen Sie sicher, dass der LMS Anbieter regelmäßige Aktualisierungen bereitstellt, um die Leistung und Sicherheit des Systems auf dem neuesten Stand zu halten.

Eine detaillierte Anforderungs-Checkliste für LMS finden Sie hier als kostenlosen Download.

3. Kompetenz und Erfahrung des LMS-Anbieters beachten

Durch die Berücksichtigung der Kompetenz und Erfahrung des LMS-Anbieters stellen Sie sicher, dass Sie ein zuverlässiges, qualitativ hochwertiges und unterstützendes LMS erhalten. Kriterien, die hierbei zu beachten sind, sind u.a. das Kundenportfolio des Anbieters, Auszeichnungen, aber auch Success Stories bestehender Kunden, um den Ruf des Anbieters zu beurteilen. Eine sorgfältige Evaluierung dieser Aspekte hilft Ihnen, einen vertrauenswürdigen Anbieter auszuwählen, der Ihre spezifischen Anforderungen erfüllen kann.

Unser Tipp: Vertrauen Sie auf Erfahrungen anderer Unternehmen. Neben Ihrer gründlichen Marktrecherche bietet es sich an, mit anderen Organisationen zu sprechen und sich Referenzen einzuholen. So gehen Sie sicher, auch Fälle zu berücksichtigen, die in Demos nicht abgedeckt werden oder bei der Auswahlentscheidung nicht auffallen würden.

4. Trial Period oder Live Demo anfordern

Bevor Sie sich für ein LMS entscheiden, sollten Sie die Benutzerfreundlichkeit des LMS testen. Ein benutzerfreundliches LMS ist entscheidend, um eine reibungslose Nutzung und Akzeptanz durch die Lernenden zu gewährleisten. Achten Sie auf eine intuitive Benutzeroberfläche, benutzerfreundliche Navigation und ein ansprechendes Design. Testen Sie Demoversionen oder führen Sie Pilotprojekte durch, um die Benutzererfahrung zu bewerten und sicherzustellen, dass das LMS einfach zu bedienen ist.

5. Integrationsfähigkeit überprüfen

Wenn Sie sich dazu entscheiden, Ihr LMS in bestehende Systeme zu integrieren, sollten Sie vorab prüfen, ob das LMS nahtlos mit Ihren Tools verbunden werden kann. Dies kann beispielsweise HRM-Systeme, Content-Partner oder Single Sign-On-Optionen umfassen, Integrationen sind jedoch nicht immer notwendig. Wenn doch, ermöglicht eine reibungslose Integration einen effizienten Daten- und Informationsaustausch zwischen verschiedenen Plattformen und erleichtert die Verwaltung von Benutzerkonten. Zudem kann hierdurch das Nutzungserlebnis und die Lernerfahrung Ihrer Mitarbeitenden verbessert werden.

6. Zeit- und Arbeitsaufwand der Implementierung berücksichtigen

Um eine reibungslose Implementierung zu garantieren, lohnt es sich im Vorhinein den Zeit- und Arbeitsaufwand für die Einführung des LMS im Unternehmen abzuschätzen. Berücksichtigen Sie hierbei auch, welche Stakeholder in der Organisation zu welchem Zeitpunkt involviert sein sollten und erstellen Sie einen detaillierten Projektplan.

RFP zur Markt- und Anbieteranalyse für die LMS Auswahl

Zur Auswahl des LMS kann es sehr hilfreich sein, ein Request for Proposal (RFP), zu Deutsch “Aufforderung zur Angebotsabgabe”, zu nutzen. Ein RFP ermöglicht es Ihnen, einen strukturierten und transparenten Ansatz bei der Auswahl eines LMS zu verfolgen und sicherzustellen, dass Sie ein System erhalten, das Ihren Anforderungen gerecht wird.

Durch einheitliche Fragen und klare Anforderungen können Sie Antworten von Anbietern anfordern und direkt vergleichen. Ein RFP erleichtert es Ihnen, zeitsparend fundierte Entscheidungen zu treffen, indem Sie die Funktionen, Preise, Implementierungsdetails und den Support jedes Angebots einfach gegenüberstellen können. Dadurch können Sie sicherstellen, dass Sie Ihre Anforderungen jeweils klar vor Augen haben und somit objektiv verschiedene Anbieter vergleichen können, um schlussendlich den besten Anbieter zu finden, der Ihren Bedürfnissen entspricht.

RFP Vorlage hier kostenfrei als Download

Implementierung eines LMS - Onboarding Guide

Sie haben sich für ein LMS entschieden - super! Ihnen steht nun ein essentieller Schritt bevor, der maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg des LMS in Ihrem Unternehmen hat: Die Implementierung des LMS in Ihrer Organisation. Diese kann komplex sein, daher ist es wichtig, einen klaren Plan zu erstellen, um vorbereitet vorgehen zu können. Ebenso wichtig ist, sich potentiellen Herausforderungen bewusst zu sein, um sich auf diese vorzubereiten und Strategien zu entwickeln, um diesen entgegenzuwirken.

Konkrete Ziele festhalten

Da ein LMS oft viele Anwendungsbereiche beinhaltet, sollten Sie sich erneut die klaren Ziele ins Gedächtnis rufen, die Sie mit der Anwendung des LMS in Ihrem Unternehmen erreichen möchten. Möchten Sie die Mitarbeiterentwicklung verbessern, die Verwaltung der Compliance-Schulungen optimieren oder den Zugriff auf Lerninhalte vereinfachen? Die Definition Ihrer konkreten Ziele hilft Ihnen dabei, den Implementierungsprozess zu strukturieren.
Wichtig:
Nehmen Sie sich Zeit für eine gründliche Bedarfsanalyse und stellen Sie sicher, dass die Ziele, Anforderungen und Erwartungen aller Beteiligten klar definiert sind. 

Erstellung eines Projektplans und Involvierung von Stakeholdern

Entwickeln Sie einen detaillierten Zeitplan, der alle Phasen der Implementierung abdeckt, einschließlich der Vorbereitung, Schulung und des Go-Live-Datums. Involvieren Sie hierbei alle Stakeholder, die mit der Projektleitung in die LMS Implementierung involviert sind. Dies umfasst zum Beispiel L&D-Manager:innen, spätere Hauptnutzer des LMS wie Administrator:innen sowie IT-Verantwortliche für etwaige Freischaltungen und Integrationen.

Wichtig: Investieren Sie ausreichend Zeit in die Vorbereitung, um mögliche Hürden frühzeitig zu erkennen und anzugehen.

Festlegung des Lernangebots

Eine Lernstrategie inklusive eines definierten Lernangebots ist entscheidend für den Erfolg des LMS. Bei der Erstellung einer Lernstrategie sollten klare Ziele definiert werden, die mit dem LMS erreicht werden sollen, zum Beispiel:

  • Ich weiß, welche Themen ich über Lernpfade an welche Gruppe von Mitarbeitenden ausspielen möchte.
  • Das Lernangebot entspricht den Bedürfnissen und Zielen des Unternehmens sowie denen der Mitarbeitenden.
  • Das Lernangebot ist im Unternehmen präsent und einfach zugänglich.

Die Integration hochwertiger Lerninhalte in verschiedenen Formaten wie Text, Bilder, Videos und interaktiven Elementen in Ihrem Lernangebot fördert die Motivation der Lernenden und verbessert das Lernerlebnis.

Einbindung von Lerninhalten und Ressourcen

Die in der Lernstrategie und im Kurskonzept festgelegten Lerninhalte sollten nun in übersichtliche Module strukturiert werden. Dies erleichtert die strukturierte Integration der Inhalte ins LMS, wodurch den Lernenden die Navigation erleichtert werden kann. Hierbei können bestehende Schulungsunterlagen und Ressourcen aus Ihrem Unternehmen genutzt werden, um den Implementierungsprozess zu beschleunigen. Darüber hinaus können auch externe Ressourcen wie E-Learning-Kurse, Webinare oder Online-Bibliotheken integriert werden, um die Bandbreite der verfügbaren Lerninhalte zu erweitern. Viele LMS stellen hier in Kooperation mit E-Learning Content Anbietern externe Materialien zur Verfügung.
Wichtig:
Es erfordert Zeit, Ressourcen und Fachkenntnisse, um Inhalte zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Lernenden gerecht werden. Ein Mangel an ansprechenden und relevanten Inhalten kann die Akzeptanz und das Engagement der Lernenden beeinträchtigen. Investieren Sie in die Entwicklung qualitativ hochwertiger Lerninhalte und suchen Sie für einen schnellen, einfachen Start nach einer LMS Lösung, die bereits Lerninhalte out-of-the-box inkludiert.

Anpassung des LMS an Ihre spezifischen Anforderungen

Um einen reibungslosen Einarbeitungsprozess zu gewährleisten, sollte das LMS an die spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens angepasst werden. Auf der Adminseite steht hier vor allem die Definition von Benutzerrollen und Zugriffsrechte im Vordergrund, um die Sicherheit und den effektiven Einsatz des Systems zu gewährleisten. Darüber hinaus können oft Anpassungen an das Design vorgenommen werden, um das Erscheinungsbild des LMS an das Unternehmen anzupassen. Außerdem sollte eine reibungslose Integration in bestehende Systeme sichergestellt werden.
Wichtig: Stellen Sie früh genug sicher, dass das LMS in bestehende Systeme integriert werden kann und arbeiten Sie eng mit Ihrem IT-Team zusammen, um eine reibungslose Integration zu gewährleisten. Führen Sie umfangreiche Tests durch, um sicherzustellen, dass Daten korrekt übertragen und synchronisiert werden.

Schulung von Administrator:innen

Ein Mangel an Schulung und Unterstützung für Administrator:innen und Trainer kann zu Schwierigkeiten bei der effektiven Verwaltung des LMS und der Unterstützung  von Lernenden führen. Dies kann die Lernerfahrung und die Nutzung des LMS negativ beeinflussen. Wichtig ist bei der Schulung die Bereitstellung von umfassenden Dokumentationen, die Anleitungen, Tutorials und Best Practices enthalten. Administrator:innen werden somit befähigt, das Potenzial des LMS voll auszuschöpfen und die Lern- und Entwicklungsinitiativen in ihrer Organisation optimal zu unterstützen.
Wichtig:
Der richtige LMS Provider wird Sie bei der Schulung Ihrer Mitarbeitenden unterstützen.

Finale Tests und Überprüfung vor dem Start

Bevor das LMS für alle Benutzer:innen freigegeben wird, sollten erneut Tests und Überprüfungen durchgeführt werden. Ein Pilottest mit einer kleinen Gruppe von Benutzer:innen bietet die Möglichkeit, Feedback zu sammeln und mögliche Probleme frühzeitig zu identifizieren, bevor das LMS für alle Benutzer:innen im Unternehmen verfügbar ist. 

Eine Lernkultur schaffen

Mangelndes Bewusstsein über die Vorteile des LMS und geringes Engagement der Lernenden stellen häufig Hürden bei der LMS-Nutzung dar. Gründe hierfür können in der Unwissenheit der Lernenden über das Lernangebot liegen, aber auch darin, dass die Lernerfahrung nicht ansprechend ist. Darüber hinaus kann eine nicht vorhandene Lernkultur im Unternehmen die Motivation und das Engagement der Lernenden abschwächen.
Bereiten Sie die Belegschaft auf die Einführung des LMS vor, indem Sie ausführlich über das neue Lernangebot informieren und über Vorteile aufklären. Eine Beispiel-Email, die Sie zur Einführung des LMS an Ihre Belegschaft versenden können, finden Sie hier:

Liebe Mitarbeitende,
Kontinuierliche Weiterentwicklung ist für uns als Unternehmen, aber auch für Sie persönlich von großer Bedeutung.
Mit unserer neuen Lernplattform
edyoucated erhalten Sie Zugang zu individuellen Lernpfaden, die genau auf Ihre bisherigen Fähigkeiten zugeschnitten sind. Durch ein Self-Assessment auf der Plattform haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fähigkeiten einzuschätzen und behalten Ihre Skill Level im Überblick. Dadurch können Sie sich zielgenau fortbilden. 
Die Plattform bietet Ihnen folgende Vorteile:

  • Klarer Überblick über Erwartungen an Ihre Position
  • Selbst- und Fremdeinschätzung der eigenen Skills möglich 
  • Vermeidung von überflüssigem Wiederholen von Lerninhalten durch adaptives Lernen
  • Freiheit zur selbstgesteuerten Weiterbildung

Zugriff auf die Plattform erhalten Sie über folgenden Link. Eine genaue Beschreibung der ersten Schritte erhalten Sie in dem angehängten Video/ von Ihrem Manager. Sobald Sie ein Profil haben, bewerten Sie bitte selbständig Ihre derzeitigen Skill Level und planen ein erstes Meeting mit Ihrem Manager. Die Ergebnisse des Skill-Assessments werden nur zur Weiterbildung genutzt. Ihre Ergebnisse sind nur für Sie selbst und Ihre Führungskraft sichtbar.

Wir möchten Sie hiermit explizit dazu ermutigen, Ihre Arbeitszeit zur persönlichen Weiterbildung zu nutzen! Mit jedem Skill, den Sie neu erlernen, gewinnt unser Unternehmen an Fähigkeiten.

Bei eventuellen Fragen, melden Sie sich gern. Bis dahin, viel Spaß und viel Erfolg beim Lernen!

Berücksichtigen Sie Bedürfnisse und Interessen der Mitarbeitenden und schaffen Sie somit relevante Lerninhalte und eine ansprechende Lernerfahrung. Eine motivierende Lernumgebung kann erschaffen werden, indem Sie Führungskräfte dazu anhalten, Ihre Teams zur Nutzung des LMS anzuregen und selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. Bieten Sie zudem Anreize wie Lern Wettbewerbe oder Vorträge im Unternehmen, um die Motivation der Lernenden zu fördern.

Best Practices für die Nutzung eines LMS

Um das volle Potenzial eines LMS ausschöpfen zu können, sollten Sie einige bewährte Vorgehensweisen beachten.

Der richtige Launch ist entscheidend

Ein erfolgreicher Start ist der Schlüssel zum Erfolg eines LMS. Hilfreich ist es, den Launch des LMS wie eine Marketingkampagne für ein neues Produkt aufzubauen. Dies hilft dabei, das Interesse der Mitarbeitenden zu wecken und ihre Motivation zur Teilnahme zu steigern. Mit dem Launch sollten Sie 3 Ziele vor Augen haben:

  1. Jeder im Unternehmen ist über das neue LMS informiert
    Kommunizieren Sie die Vorteile des LMS, wie z.B. die Flexibilität des Lernens und den Zugriff auf hochwertige Lerninhalte, zum Beispiel über ein firmenweites All-Hands Meeting in dem das LMS vorgestellt wird, eventuell mit anschließender kleiner Launch Feier. Nutzen Sie verschiedene Kommunikationskanäle wie E-Mails, interne Newsletter, Intranet oder Mitarbeiterversammlungen, um das neue LMS zu bewerben und ein unternehmensweites Bewusstsein für Lernen zu schärfen. Hier können auch kurze Videos zur Nutzung des LMS mitgeschickt werden.
  2. Die Hürde zur Nutzung des LMS ist so gering wie möglich
    Vereinfachen Sie den Anmelde- und Zugriffsprozess auf das LMS, um die Teilnahmebereitschaft zu erhöhen. Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeitenden passende Berechtigungen und Zugriffsrechte erhalten. Bieten Sie klare Anweisungen und unterstützende Materialien an, um den Einstieg zu erleichtern. Stellen Sie sicher, dass technische Unterstützung verfügbar ist, um eventuelle Probleme oder Fragen zu beheben.
  3. Das LMS ist Thema vieler Konversationen im Unternehmen
    Ermutigen Sie Mitarbeitende, über positive Erfahrungen mit dem LMS zu sprechen und es aktiv zu empfehlen. Starten Sie Diskussionsrunden, um das LMS als Gesprächsthema im Unternehmen zu etablieren. Bieten Sie Anreize wie Belohnungen oder Anerkennung für Mitarbeitende, die das LMS nutzen und ihre Erfahrungen teilen (z.B. über Lern Wettbewerbe). Stellen Sie sicher, dass Führungskräfte und Vorgesetzte das LMS unterstützen, als Vorbilder fungieren und das LMS aktiv in Konversationen mit ihren Mitarbeitenden einbeziehen.

Nur wenn die 3 Ziele sichergestellt sind, kann Ihr Unternehmen mithilfe Ihres LMS zu einer selbstlernenden Organisation werden.

Ansprechende und personalisierte Lerninhalte

Ein LMS sollte nicht nur Informationen vermitteln, sondern Mitarbeitenden eine tolle, auf sie zugeschnittene Lernerfahrung bieten, um Lernmotivation herzustellen.
Stellen Sie sicher, dass die Lerninhalte im LMS ansprechend und interaktiv sind. Verwenden Sie verschiedene Medien wie Videos, interaktive Übungen, Fallstudien und Quizze, um das Lernen mit dem LMS interessant und effektiv zu gestalten. Berücksichtigen Sie dabei die verschiedenen Lernstile, Bedürfnisse, aber auch die bisherigen Lernerfahrungen Ihrer Lernenden, um eine vielfältige und personalisierte Lernerfahrung zu bieten. Ein modernes LMS sollte dazu in der Lage sein, Lernpfade basierend auf Vorwissen anzupassen, um dem Wissensstand angepasste Lerninhalte ausspielen zu können. Im LMS verankerte Lerninhalte sollten also verschiedene Wissensstände abdecken können und zu den bisherigen Erfahrungen Ihrer Lernenden passen.

Förderung von Lerngemeinschaften und Kollaboration

Ein LMS sollte nicht isoliert funktionieren. Indem Lerngemeinschaften und Kollaboration gefördert werden, kann der soziale Aspekt des Lernens gesteigert werden. Nutzen Sie kollaborative Tools wie MS Teams, Slack oder andere soziale Plattformen, um den Austausch von Wissen und die Zusammenarbeit zwischen den Lernenden zu erleichtern. Erstellen Sie Chat-Gruppen oder Kanäle und ermutigen Sie die Lernenden, Fragen zu stellen, Ideen auszutauschen und voneinander zu lernen. Dies fördert nicht nur das Lernen, sondern schafft auch ein Gefühl der Gemeinschaft und Motivation für das LMS. Seien Sie kreativ und nutzen Sie Gamification Elemente Ihres LMS, wie beispielsweise Lernpunkte oder Bestenlisten. Durch diese Maßnahmen können Sie unter anderem auch soziale und umweltfreundliche Initiativen (CSR) in Ihrem Unternehmen umsetzen, ähnlich wie einer unserer Kunden, der Bäume für jeden gesammelten Lernpunkt gepflanzt hat. Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten der Gamification im LMS, um positive Veränderungen zu bewirken.

Überwachung des Lernfortschritts

Ein gutes LMS ermöglicht es Administrator:innen und Manager:innen, den Lernfortschritt und die Leistung der Lernenden zu überwachen. Nutzen Sie diese Funktionen, um Ihren Mitarbeitenden Feedback zu geben und gegebenenfalls Unterstützung anzubieten. Die Beobachtung des Fortschritts hilft auch dabei, die Wirksamkeit der Lerninhalte zu bewerten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Integration in Mitarbeitergespräche

Stellen Sie sicher, dass das LMS in bestehende Strukturen und Prozesse, wie Mitarbeitergespräche und Entwicklungspläne, einbezogen wird. Ihr LMS sollte allen Manager:innen zugänglich und bekannt sein, damit diese es bei Weiterentwicklungsgesprächen mit ihren Mitarbeitenden hinzuziehen können. Haben Manager:innen eine Entwicklungsmöglichkeit identifiziert, sollte das LMS eine Übersicht liefern können, welche Lernmöglichkeiten für das jeweilige Lernziel bestehen. Hier hilft es insbesondere, wenn Skills in Ihrem modernen LMS verankert sind.

Kontinuierliche Verbesserung und Aktualisierung Ihrer Lerninhalte

Lernbedarfe und -ziele sind dynamisch und verändern sich ständig. Daher ist es wichtig, Lerninhalte kontinuierlich zu überprüfen, zu verbessern und zu aktualisieren.

Folgende Fragen sollten Sie sich regelmäßig stellen:

  • Welche Lernpfade werden besonders häufig nachgefragt und warum?
    Gehen Sie auf Lernende zu und erhalten Sie wertvolles Feedback, um Inhalte kontinuierlich verbessern zu können.
  • Zu welchen nachgefragten Themen haben wir aktuell kein Angebot?
    Halten Sie sich über Branchentrends und Entwicklungen auf dem Laufenden und passen Sie Lerninhalte entsprechend an.
  • Welche Inhalte sollten wir selbst aufbauen und wann macht es für uns Sinn, externe Inhalte einzukaufen?
    Wägen Sie ab, wie viel Aufwand eine Erstellung von Lerninhalten bereiten würde und ob in Ihrem Unternehmen die dafür benötigten Ressourcen sowie das nötige Wissen vorhanden sind. Eine gute Möglichkeit, Ihren Lernenden ohne viel Zeitaufwand aktuelle Inhalte anbieten zu können, ist die Integration externer, aktueller Lerninhalte. Durch die Auswahl vertrauenswürdiger Content Partner, die in moderne LMS bereits integriert sind, können Sie sich auf stets aktuelle Inhalte verlassen.

Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten eines LMS

Die Einsatzmöglichkeiten eines LMS sind äußerst vielfältig. Ein sinnvoller Einstieg in ein LMS ist die Identifikation eines konkreten Handlungsbedarfs, den Sie mithilfe Ihres LMS bewerkstelligen können. Bei der Bewältigung der folgenden Herausforderungen in Unternehmen kann ein LMS sehr schnell helfen, einen positiven Impact zu erzielen.

Digitale Pflichtschulungen

Compliance-Schulungen und Zertifizierungen sind für Unternehmen in vielen Branchen von entscheidender Bedeutung und für Mitarbeitende obligatorisch. Ein LMS bietet die Möglichkeit, diese Pflichtschulungen, zum Beispiel zu rechtlichen Vorschriften, Datenschutz und Arbeitssicherheit, zu digitalisieren und allen Mitarbeitenden über die Online-Plattform einen einfachen Zugang zu den Lerninhalten zu bieten. Durch die Bereitstellung von Schulungen über das LMS können Unternehmen Zeit und Ressourcen sparen, da sie Schulungen sowie zugehörige Materialien zentral und flexibel verwalten können, ganz egal ob diese online, vor Ort oder hybrid abgehalten werden. Auch für Mitarbeitende bedeutet die Integration von Pflichtschulungen zusätzliche Flexibilität, da sie sich aussuchen können, ob sie dies online oder physisch besuchen möchten. Zudem können Unternehmen den Fortschritt und die Ergebnisse der Pflichtschulungen verfolgen und sicherstellen, dass alle Mitarbeitenden die erforderlichen Anforderungen erfüllen.

Digitales Seminarmanagement

Die Organisation und Verwaltung von Seminaren und Schulungen kann zeitaufwendig und komplex sein. Ein LMS kann den gesamten Prozess des Seminarmanagements digitalisieren. Sie können über das LMS Seminare ankündigen, Teilnehmende registrieren lassen, Kursmaterialien bereitstellen und sogar den Lernerfolg beobachten. Dies erleichtert die Planung, Organisation und Durchführung von Schulungen erheblich.

Kontinuierliche Mitarbeiterweiterbildung

Ein LMS bietet Unternehmen die Möglichkeit, Ihre Mitarbeitenden kontinuierlich weiterzubilden. Sie können interaktive Lerninhalte erstellen und es Ihren Mitarbeitenden ermöglichen, jederzeit und von überall aus auf diese Inhalte zuzugreifen. Kleine "Learning-Nuggets" ermöglichen zudem, dass kurze Lerneinheiten auch während der Arbeit gelernt werden können (“Learning in the Flow of Work”). Als selbstlernende Organisation ermöglichen Sie es lernenden Mitarbeitenden so, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten ständig zu erweitern und auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Onboarding neuer Mitarbeitender

Das Onboarding neuer Mitarbeitender ist ein entscheidender Prozess, um sicherzustellen, dass diese sich schnell und effektiv ins Unternehmen integrieren können. Ein LMS kann hier helfen, den Onboarding-Prozess zu verbessern, indem es neuen Mitarbeitenden Zugang zu Schulungsmaterialien und Ressourcen bietet. Unternehmen können Schulungen zu Unternehmenswerten, Richtlinien, Arbeitsabläufen und anderen relevanten Themen einfach über das LMS bereitstellen, um den Einstieg neuer Mitarbeitender zu erleichtern. Besonders wichtig ist derzeit und zukünftig die Digitalisierung des Onboardings neuer Mitarbeitender, vor allem für remote oder hybride Arbeitsweisen. Ein LMS stellt hier eine tolle Lösung dar, um digitale Onboarding Lernpfade zur Verfügung zu stellen.

Schulung von Mitarbeitenden im Vertrieb oder Kundenservice

Für Unternehmen, die Vertriebsmitarbeitende oder Kundenservicepersonal haben, ist die Schulung in Verkaufs- und Kundenservicefähigkeiten von großer Bedeutung. Ein LMS ermöglicht es Ihnen, maßgeschneiderte Schulungsprogramme zu erstellen. Durch den Zugriff auf interaktive Übungen und weitere Schulungsmaterialien können Mitarbeitende ihre Kenntnisse und Verkaufs- und Kundenservicefähigkeiten kontinuierlich verbessern.

Wissen digitalisieren und aufbereiten

Durch die Digitalisierung und Aufbereitung von Wissen in einem LMS können Sie sicherstellen, dass Wissen im Unternehmen nicht verloren geht und für alle leicht zugänglich ist. Gerade bei komplexen Produkten oder Prozessen in Ihrem Unternehmen kann der Wissenstransfer von Fach- und Expertenwissen so deutlich vereinfacht werden. Wissen kann in strukturierte Lernpfade übersetzt werden, die das gesammelte und dokumentierte Wissen ins gesamte Unternehmen transportieren. Dies steigert die Fachkompetenz der Mitarbeitenden und trägt zur Effizienzsteigerung im Unternehmen bei. Sie können außerdem Schulungsmaterialien, Handbücher, Best Practices, Video-Tutorials und andere Lerninhalte erstellen und über Lernpfade in das LMS integrieren. Darüber hinaus können Sie durch die zentrale Speicherung des Wissens im LMS die Effizienz steigern. Mitarbeitende können Informationen schnell finden, ohne zeitaufwändige Recherchen durchführen zu müssen. Dies trägt zur Produktivitätssteigerung und zur Vermeidung von Wissenslücken im Unternehmen bei.

Final Thoughts

Nun sollten Sie sich bereit fühlen, ein LMS zu finden, das zu Ihrem Unternehmen passt. Wir von edyoucated unterstützen Sie gerne dabei, den ersten Anwendungsfall für ein LMS in Ihrem Unternehmen zu finden und fungieren vom ersten Gespräch bis hin zum Roll out und darüber hinaus als Ihr Partner.

Kontaktieren Sie uns gerne!

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