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Um einen erfolgreichen Lernplan zu erstellen, ist es wichtig, dass du zunächst deine Lernziele festlegst. Sobald du eine klare Vorstellung davon hast, was du lernen willst, kannst du damit beginnen, deinen Lernplan zu erstellen, wobei du Faktoren wie Dauer, Tageszeit, Regelmäßigkeit des Lernens und Wochentage berücksichtigen solltest. Um sicherzustellen, dass dein Lernplan effektiv ist, ist es wichtig, dass du ihn kontinuierlich unterstützt und verstärkst und die Wirkung deiner Lernprogramme regelmäßig bewertest. Wenn du die in diesem Blog beschriebenen Schritte befolgst, kannst du einfach einen erfolgreichen Lernplan erstellen.
Ein Lernplan legt fest, wie du ein neues Fach oder einen neuen Skill lernst: welche Lernziele du verfolgst, welche Methoden und Ressourcen du nutzt und in welchem Zeitrahmen du welche Meilensteine erreichst. Ein guter Lernplan beantwortet vier praktische Fragen — wie lange, zu welcher Tageszeit, an welchem Wochentag und wie regelmäßig du lernst. Genau diese vier Stellschrauben gehen wir in diesem Leitfaden Schritt für Schritt durch. Davor klären wir aber den Ausgangspunkt, an dem jeder Plan steht oder fällt: deine Lernziele.
Ein Lernplan hilft dir aus drei Gründen. Erstens bleibst du organisiert und auf Kurs. Wenn du den Lernprozess in kleinere, überschaubare Aufgaben und Meilensteine zerlegst, erkennst du deine Fortschritte leichter und bleibst motiviert — gerade bei einem komplexen oder schwierigen Thema.
Zweitens nutzt du deine Zeit effizienter. Wenn du feste Zeiten fürs Lernen reservierst und den Stoff in überschaubare Abschnitte aufteilst, vermeidest du Überforderung und konzentrierst dich auf das, was für dich am besten funktioniert.
Drittens behältst du deine Fortschritte im Blick und kannst deinen Ansatz anpassen. Mit klaren Zielen und Meilensteinen verfolgst du, wo du stehst, und justierst nach, wenn etwas nicht aufgeht. So stellst du sicher, dass du wirklich vorankommst statt nur Zeit abzusitzen.
Kurz gesagt: Ein Lernplan ist das Werkzeug, das aus einem guten Vorsatz eine umsetzbare Routine macht. Er hält dich organisiert, motiviert und auf Kurs — und sorgt dafür, dass du die Ergebnisse erreichst, die du dir vorgenommen hast.
Bevor du über Dauer, Tageszeit oder Regelmäßigkeit nachdenkst, brauchst du ein klares Lernziel. Es ist die Grundlage deines Plans: Ohne Ziel weißt du weder, was du lernst, noch woran du Erfolg misst. Ein vages „Ich will besser in Excel werden" trägt keinen Plan — ein präzises Ziel schon.
Bewährt hat sich dafür die SMART-Methode. Formuliere dein Lernziel spezifisch (was genau willst du können?), messbar (woran erkennst du, dass du es erreicht hast?), attraktiv (warum lohnt es sich für dich?), realistisch (passt es zu deiner verfügbaren Zeit?) und terminiert (bis wann?). Aus „besser in Excel werden" wird so: „Bis Ende des Quartals kann ich Pivot-Tabellen und SVERWEIS eigenständig für meine Monatsreports nutzen."
Dieses Ziel gibt dir gleich drei Dinge: einen Maßstab für deinen Fortschritt, eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl der Inhalte und einen Motivationsanker für die Tage, an denen du dich aufraffen musst. Brichst du das große Ziel zusätzlich in kleinere Teilziele herunter — etwa eine Funktion pro Woche —, hast du automatisch die Meilensteine, an denen du deinen Lernplan ausrichtest. Erst wenn dieses Fundament steht, lohnt es sich, an den vier Stellschrauben zu drehen.
Wenn dein Lernziel steht, konzentrierst du dich beim eigentlichen Plan auf vier Dinge: Lerndauer, Tageszeit, Wochentag und Regelmäßigkeit.
Die optimale Dauer einer Lerneinheit hängt von ein paar Bedingungen ab. Die erste ist deine eigene Konzentrationsfähigkeit (laut Lamba et al. 2014). Für manche ist das eine Stunde, für andere nur dreißig Minuten — auch längere Einheiten sind möglich. Wenn du unsicher bist, welche Dauer für dich am besten passt, probiere es aus: Wähle jedes Mal eine andere Länge für deine Lerneinheiten und finde deine eigene Vorliebe heraus. Ein weiterer Faktor ist dein (Arbeits-)Kalender. Wenn dein Terminkalender ohnehin voll ist und kaum Lücken bleiben, kann eine kürzere Dauer sinnvoll sein. Achte aber darauf, das Lernen nicht ganz aufzugeben — das schadet dir auf lange Sicht.
Eine Untersuchung von Kaur et al. (2021) ergab, dass Lernende, die morgens lernen, im Schnitt besser abschneiden als jene, die am späten Nachmittag oder Abend Zeit investieren — der Nachmittag war dabei die unproduktivste Phase des Tages. Trotzdem gilt: Manche fühlen sich morgens wohler, andere konzentrieren sich nachmittags oder abends besser, und daran lässt sich selten viel ändern. Entscheidend ist, dass du einen Teil deiner kognitiven Qualitätszeit dem Lernen widmest. Egal wann diese Phase bei dir liegt — sie konkurriert unter der Woche wahrscheinlich mit deiner Arbeitszeit. Finde heraus, wann du am leistungsfähigsten bist, und verbinde das Lernen mit der Arbeit oder unterbrich deine Arbeit ab und zu dafür. Das zahlt sich langfristig aus.
Bei den Wochentagen bist du in der Regel flexibel. Behalte aber deinen Arbeitsplan im Auge. Montage sind oft Tage, an denen viel für die Woche geplant wird, an denen du E-Mails abarbeitest und Liegengebliebenes vom Wochenende nachholst. Lernzeiten am Montag führen deshalb leicht zu frustrierenden Umplanungen oder ausgelassenen Einheiten — genau das willst du vermeiden. Beherzige außerdem das Prinzip der „Spaced Repetition": Wenn du an mehreren Tagen pro Woche lernst, lass zwischen den Einheiten etwas Zeit, damit du das Wissen verinnerlichen kannst, bevor du es wiederholst, verfeinerst und vertiefst.
Wenn es unter der Woche nicht klappt, weiche aufs Wochenende aus. Dort hast du mehr Spielraum, während deiner kognitiven Qualitätszeit zu lernen, und bist vielleicht sogar entspannter und offener für neuen Stoff.
Für eine langfristige Lernerfahrung musst du dranbleiben. Studien zeigen, dass beim Online-Lernen die ersten Wochen oft die aktivsten sind, bevor die Zeitinvestition schnell nachlässt (Rõõm 2021; Yeomans 2010). Ein fester Lerntermin in deinem Kalender wirkt dem entgegen: Du wählst deine bevorzugte Zeit und Dauer, blockst sie und wirst je nach Lernzielen ein- oder zweimal pro Woche, alle zwei Wochen oder einmal im Monat daran erinnert. Je seltener du lernst, desto länger darf eine Einheit sein — und umgekehrt.
Sei dabei nicht zu streng mit dir. Online-Lernen ist flexibel, du musst also nicht immer am selben Tag oder zur selben Uhrzeit lernen. Untersuchungen zeigen, dass ein starrer Zeitplan für gute Lernergebnisse nicht zwingend nötig ist (Li et al. 2014) und sogar zu Lernabbrüchen führen kann (Du et al. 2019). Regelmäßige Einheiten helfen dir aber, dranzubleiben — also halte einen Rhythmus, der zu dir passt.
Die richtige Zeit fürs Lernen zu finden ist ebenso wichtig wie individuell. Teste verschiedene Längen, Tageszeiten, Wochentage und Rhythmen. Allein der Prozess, deine Lernvorlieben herauszufinden, bringt dich beim lebenslangen Lernen voran. Vielleicht hilft dir dabei unser Lernkalender.
Und noch etwas: Es geht nicht nur darum, Zeit fürs Lernen zu finden, sondern auch motivierende Ziele, an denen du Erfolge erlebst. Ohne Motivation sind Lernzeiten weniger effektiv, weniger interessant und führen schneller dazu, dass du aufhörst. Gestalte deinen Plan also so, dass er dich motiviert. Eine Lerneinheit um 6 Uhr morgens mag für deine Konzentration ideal sein — bringt aber wenig, wenn du die Motivation dafür nicht aufrechterhältst.
Jetzt steht dein Lernplan. Im nächsten Schritt geht es darum, die Effektivität deiner Weiterbildung zu erhöhen. Feste Lernzeiten zu reservieren und sie konsequent zu nutzen ist eine gute Basis — aber deine Zeit ist wertvoll, und du willst pro Einheit so viel wie möglich mitnehmen. Bleibt die Frage: wie?
Sechs konkrete Tipps dazu findest du in unserem Leitfaden „Lernmotivation steigern". Wenn du beim Lernen selbst noch effizienter werden willst, lohnt sich außerdem unser Beitrag mit Tipps zum effektiveren Lernen. Nimm dir am besten direkt jetzt fünf Minuten, formuliere dein erstes SMART-Lernziel und trage deinen ersten Lerntermin in den Kalender ein — der Rest baut darauf auf.
Du, X. et al. (2019). Is learning anytime, anywhere a good strategy for success? Identifying successful spatial-temporal patterns of on-the-job and full-time students.
Kaur, P. et al. (2021). Affective state and learning environment based analysis of students' performance in online assessment.
Lamba, S. et al. (2014). Impact of Teaching Time on Attention and Concentration.
Li, N. et al. (2014). MOOC Learning in Spontaneous Study Groups: Does Synchronously Watching Videos Make a Difference?
Rõõm, M. et al. (2021). Dropout Time and Learners' Performance in Computer Programming MOOCs.
Yeomans, M. et al. (2010). Planning Prompts Increase and Forecast Course Completion in Massive Open Online Courses.
Leg zuerst ein klares, SMART formuliertes Lernziel fest — spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Danach steuerst du vier Stellschrauben: wie lange eine Einheit dauert, zu welcher Tageszeit du lernst, an welchen Wochentagen und wie regelmäßig. Trag die Termine fest in deinen Kalender ein, damit aus dem Vorsatz eine Routine wird.
Ein guter Lernplan benennt ein konkretes Ziel, zerlegt es in kleinere Teilziele mit Meilensteinen und legt feste Lernzeiten fest. Er passt zu deinem Alltag und deiner Konzentrationsfähigkeit, plant Pausen zwischen den Einheiten ein (Spaced Repetition) und bleibt flexibel genug, dass du bei einem verpassten Termin nicht gleich abbrichst.
Das hängt von deiner Konzentrationsfähigkeit und deinem Kalender ab — für manche sind 30 Minuten ideal, für andere eine Stunde oder mehr. Eine einfache Faustregel: Je seltener du lernst, desto länger darf eine Einheit sein, und umgekehrt. Teste verschiedene Längen aus und behalte die bei, mit der du am besten dranbleibst.
Studien zeigen, dass Lernende, die morgens lernen, im Schnitt besser abschneiden als am späten Nachmittag oder Abend — der Nachmittag ist oft die unproduktivste Phase. Entscheidend ist aber, dass du deine persönliche kognitive Qualitätszeit nutzt. Finde heraus, wann du am leistungsfähigsten bist, und lege deine Lerneinheiten genau dorthin.
Blocke feste Lerntermine im Kalender und lass dich daran erinnern — gerade in den ersten Wochen, in denen die Motivation am stärksten ist. Sei nicht zu streng mit dir: Ein starrer Zeitplan ist nicht zwingend nötig und kann sogar zu Lernabbrüchen führen. Wichtiger ist ein Rhythmus, der zu dir passt, und ein Ziel, das dich wirklich motiviert.


